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MIA-PROM

Multimodaler Interaktiver Assistent (MIA) - Patientenberichtete Ergebnisparameter (PROMs)

Die Erhebung von Patientenfeedback ist entscheidend für die Bewertung medizinischer Behandlungen. Ein wertvolles Instrument hierfür sind sogenannte Patient Reported Outcome Measures (PROMs), Fragebögen, die die Erfahrungen der Patienten vor und nach der Behandlung erfassen. Sprachbarrieren, Leseschwierigkeiten oder mangelnde Motivation können jedoch dazu führen, dass viele – insbesondere benachteiligte Gruppen – diese Fragebögen nicht ausfüllen. Das Projekt MIA-PROM begegnet diesem Problem mit einem Multimodalen Interaktiven Assistenten (MIA), der sowohl als virtueller als auch physischer Assistent verfügbar ist. Dieser führt die Patienten durch die PROM-Fragebögen, erklärt Fachbegriffe, beantwortet Fragen und motiviert zum Abschluss – auf eine zugängliche und ansprechende Weise. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit von vier akademischen, industriellen und klinischen Partnern und hat eine Laufzeit von 40 Monaten. Unser Beitrag bestand vor allem in der Entwicklung und Integration des virtuellen Avatar-Assistenten in das System, der UX-Evaluierung und der Datenanalyse.

  • Förderer Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • Förderprogramm KI-basierte Assistenzsysteme für prozessbegleitende Gesundheitsanwendungen (KIAS)
  • Fördersumme 2,13 Millionen Euro
  • Laufzeit 2022–2025

Förderung

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung

Partner

  • Charité - University Berlin
  • University of Applied Sciences Munich
  • Technical University of Berlin
  • Hamm-Lippstadt University of Applied Sciences
  • Dexter Health GmbH
  • Acalta GmbH
  • ZAR rehabilitation center Berlin
  • Seehof rehabilitation center Berlin

Team

Projektwebsite →

MIA-PROM ist ein gemeinsames Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird und akademische, industrielle und klinische Partner vereint – darunter die Charité – Universitätsmedizin Berlin, die Hochschule München, die Technische Universität Berlin, die Hochschule Hamm-Lippstadt, Dexter Health GmbH, Acalta GmbH, das ZAR Rehazentrum Berlin und das Rehazentrum Seehof Berlin. Das Projekt läuft von 2022 bis 2025 mit einem Fördervolumen von 2,13 Millionen Euro. Die zentralen Beiträge der Forschungsteams umfassen die Entwicklung und Integration des virtuellen Avatar-Assistenten, umfassende Nutzererfahrungsanalysen (User Experience) sowie eine robuste Datenanalyse. Durch den Fokus auf patientenzentrierte Kommunikation und technologische Innovation zielt MIA-PROM darauf ab, neue Standards für die digitale Erhebung von Gesundheitsdaten zu setzen und die medizinische Versorgung verschiedener Bevölkerungsgruppen zu verbessern.

A workplace showing two tablets, with the miaprom software. On of them is showing the virtual avatar

Das Projekt MIA-PROM wurde entwickelt, um die Erfassung von Patientenfeedback in klinischen Umgebungen mithilfe fortschrittlicher, KI-gestützter Assistenzsysteme zu revolutionieren. Traditionell werden sogenannte Patient Reported Outcome Measures (PROMs) verwendet, um detaillierte Informationen zu Behandlungserfahrungen und -ergebnissen zu erfassen. Dieser Prozess ist jedoch häufig durch Barrieren wie Sprachschwierigkeiten, mangelndes Verständnis medizinischer Fachbegriffe und geringe Motivation zur Teilnahme erschwert – insbesondere bei benachteiligten Gruppen. Das MIA-PROM-Projekt begegnet diesen Herausforderungen durch die Einführung eines Multimodalen Interaktiven Assistenten (MIA), der Patientinnen und Patienten auf ansprechende und zugängliche Weise durch den PROM-Prozess führt. Dieser Assistent tritt sowohl als virtueller Avatar als auch als physischer Agent (Furhat-Roboter) auf, erklärt Fachbegriffe, beantwortet Fragen und motiviert die Teilnehmenden zur vollständigen Beantwortung der Fragebögen, wodurch die Qualität und Inklusivität der erhobenen Daten verbessert wird.

An illustration of the questionnaire

Eine der zentralen Innovationen von MIA-PROM liegt im Fokus auf Barrierefreiheit und sozialer Inklusion. Der Assistent ist so konzipiert, dass er Fragen vorliest, medizinische Begriffe in einfache Sprache übersetzt und Unterstützung bietet, die individuell auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten zugeschnitten ist. Zudem verfolgt das Projektteam einen partizipativen Designansatz, bei dem ein Patientenbeirat während der gesamten Entwicklungsphase eingebunden ist, um sicherzustellen, dass zentrale Designentscheidungen die tatsächlichen Perspektiven der Betroffenen widerspiegeln. In Workshops wird Feedback eingeholt und diskutiert, ob die Unterstützung bevorzugt durch einen kleinen robotischen Agenten mit physischer Präsenz oder durch einen virtuellen Avatar auf dem Bildschirm erfolgen sollte. Ziel ist es, herauszufinden, welches Format die Teilnahmebereitschaft und Datenqualität am effektivsten fördert. Darüber hinaus wird das Sprachmodul des Systems von Künstlicher Intelligenz gesteuert, die aus realen Interaktionen lernt und sich kontinuierlich verbessert.

Two people infront of the Software. Two tablets, one showing the questionnaire, and one showing the virtual avatar

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