Einführung
Wie gut erreichen Workshops, Netzwerktreffen oder Science Slams ihre Zielgruppen? Und wie erfolgreich sind diese Formate aus Sicht der Teilnehmenden darin, einen nachhaltigen Wissensaustausch zu fördern?
Um diese Fragen evidenzbasiert beantworten zu können, haben wir einen modularen Evaluationsfragebogen für Hochschulen und Forschungseinrichtungen entwickelt. Das Instrument ermöglicht die systematische Erfassung der Resonanz von Aktivitäten des Wissens- und Technologietransfers sowie deren wahrgenommenen Erfolgs.
Wissenschaftliche Entwicklung
Der Fragebogen wurde im Rahmen des Projekts Digitalise_SWF in Expert:innenworkshops entwickelt und verbindet praktische Erfahrungen mit etablierter Literatur zur Transfer- und Wirkungsmessung. Zur Sicherung von Qualität und Verständlichkeit wurde das Instrument zusätzlich durch weitere wissenschaftliche Expert:innen begutachtet, um Verständlichkeit, Klarheit und Anwendbarkeit in unterschiedlichen Transferkontexten weiter zu verbessern.
Ein systematischer Ansatz zur Evaluation von Transferqualität
Da sich Transferveranstaltungen hinsichtlich ihrer Ziele und Zielgruppen stark unterscheiden, verfolgt unser Fragebogen einen differenzierten Ansatz zur Erfassung von Teilnehmerfeedback:
- Ganzheitliche Bewertung Das Instrument erfasst sowohl das unmittelbare Veranstaltungserlebnis als auch den subjektiv wahrgenommenen Wissenszuwachs der Teilnehmenden.
- Erfassung motivationaler Faktoren Zusätzlich zum direkten Feedback berücksichtigt der Fragebogen zentrale Erfolgsindikatoren, beispielsweise die Bereitschaft der Teilnehmenden zu zukünftigen Kooperationen oder zur weiteren Beschäftigung mit den behandelten Themen.
- Zielgruppenspezifische Module: Der Fragebogen enthält spezifische Module für Unternehmen, Bürger:innen und Schüler:innen. Dadurch können die Fragen gezielt an die Erwartungen und Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe angepasst werden.
- Vergleich unterschiedlicher Veranstaltungsformate: Standardisierte Items auf einer siebenstufigen Antwortskala ermöglichen den Vergleich unterschiedlicher Formate – beispielsweise eines kollaborativen Workshops mit einem interaktiven Forum –, um zu identifizieren, welche Aktivitäten die jeweiligen Transferziele besonders wirksam unterstützen.
Warum das relevant ist
In einem zunehmend wettbewerbsorientierten Wissenschaftssystem sind Daten zur Akzeptanz und zum wahrgenommenen Erfolg von Transferaktivitäten zentral für Qualitätsmanagement und die strategische Weiterentwicklung der „Third Mission“. Unser Instrument liefert hierfür eine empirische Grundlage, um die Verbindung zwischen einzelnen Veranstaltungen und ihrer angestrebten Resonanz innerhalb regionaler Innovationsökosysteme besser sichtbar zu machen.